Nein, mit den allerbesten Insider-Tipps konnte Heinz Kuttin seinen Athletinnen nicht dienen. "Diese neue 90-Meter-Anlage kennt ja fast noch niemand. Keiner weiß genau, wie sie funktionieren wird", sagte der Bundestrainer der deutschen Skispringerinnen.
Doch wie sich gewinnen auf dieser Schanze anfühlt, auf der nach mehrmaligem Umbau am Samstag (18.45 Uhr/ARD und Eurosport) die erste Sprung-Entscheidung der Olympischen Winterspiele von Mailand und Cortina fällt - das konnte der Österreicher seinen vier Athletinnen um Fahnenträgerin Katharina Schmid ganz genau erzählen.
Am 16. Februar 1991 feierte der gerade erst 20 Jahre alt gewordene Kuttin eben dort den größten Erfolg seiner Karriere, wurde auf der (damals noch kleineren) Normalschanze von Predazzo mit hauchdünnem Vorsprung Weltmeister. Zu den Geschlagenen an diesem Tag gehörten Größen wie Jens Weißflog, Ernst Vettori und Dieter Thoma. Der heutige deutsche Männer-Bundestrainer Stefan Horngacher, wie Kuttin für Österreich am Start, lag als 22. weit zurück.
"Trainer Toni Innauer meinte nur, dass ich im zweiten Durchgang volles Programm springen soll, sonst wird es nichts", sagte Kuttin, der kurz zuvor schon an der Seite von Horngacher Team-Gold gewonnen hatte, damals. Nur vier Jahre später beendete der Skisprung-Riese (1,92 m) seine Karriere.
Die Rückkehr an seinen sportlichen Herzensort verbindet Kuttin nun auch mit kulinarischen Hocherwartungen. "Wir freuen uns auch auf die gute italienische Küche. Wir hoffen auf guten Kaffee und gute Pasta - die Saison zehrt, wir müssen täglich gut Energie tanken", sagte er.










