Skispringer Philipp Raimund ist zum Abschluss der olympischen Generalprobe in Willingen aufs Podest geflogen. Beim zweiten Sieg des slowenischen Topstars Domen Prevc binnen 24 Stunden vor 22.000 Zuschauern im hessischen Upland wurde der Oberstdorfer Dritter und stand damit erstmals seit Mitte Dezember auf dem Podium. Fünf Tage vor der Eröffnung der Winterspiele zeigten sich die DSV-Adler auf bemerkenswertem Niveau.
Topfavorit auf die olympischen Goldmedaillen bleibt allerdings Prevc. Der Tourneesieger gewann am Sonntag wie schon im ersten Springen mit gewaltigem Vorsprung und setzte sich nach Sprüngen auf 147,0 und 152,0 m mit 31,7 Punkten Vorsprung (umgerechnet fast 18 Meter) auf den Japaner Ren Nikaido durch. Raimund, am Samstag noch unzufriedener 18., lag nach Flügen auf 142,5 und 139,5 m letztlich 39,9 Punkte hinter dem Weltcup-Spitzenreiter.
Mit neuem Selbstvertrauen reist auch der zweimalige Olympiasieger Andreas Wellinger ins Val di Fiemme. Der 30-Jährige flog am Sonntag im zweiten Durchgang auf famose 150,5 m, landete damit auf Rang acht der Endabrechnung und schaffte es wie am Samstag (Sechster) in die Top 10. Damit blieb Wellinger sogar vor dem Tourneesechsten Felix Hoffmann, der nach 149,5 m im Finale Zehnter wurde.
Der nicht für Olympia nominierte Karl Geiger zeigte nach seinem grandiosen dritten Platz am Samstag zum Abschluss mit Rang 21 zumindest einen grundsoliden Wettkampf. Von den vier deutschen Olympiafahrern fiel erneut Pius Paschke ab, der nach Platz 23 am Samstag zum Abschluss Rang 28 belegte. Noch vor dem sechsmaligen Weltcupsieger landete Luca Roth auf Rang 25.
Bereits am Donnerstagabend steht für die deutschen Männer das erste offizielle Training auf der Normalschanze von Predazzo an, die erste Entscheidung fällt am folgenden Montag.













