Trotz eines bislang weitgehend enttäuschenden Skisprung-Winters hat Stefan Horngacher Edelmetall bei den Olympischen Spielen fest im Blick. "Wenn wir am Ende des Tages zwei Medaillen gewinnen, aus der Situation vorher heraus, dann wäre ich eigentlich sehr zufrieden", unterstrich der Bundestrainer der deutschen Skispringer seine Motivation wenige Tage vor dem Start des großen Sporthöhepunkts. "Zutrauen würde ich es jedem", erklärte der 56-Jährige entschieden: "Das ist ganz klar."
Beispielsweise auch Andreas Wellinger. Der zweimalige Olympiasieger, in der laufenden Saison mit weitgehend enttäuschenden Leistungen bislang vornehmlich das Problemkind des DSV-Teams, habe schließlich bereits in der Vergangenheit bewiesen, was er "kann zu gewissen Zeiten", nämlich: "Bei speziellen Wettkämpfen noch ein bisschen was mobilisieren", betonte Horngacher.
Der 30-jährige Wellinger, viele Jahre lang Leistungsträger der Skispringer, sei "durch ein Tal gegangen, aber ab jetzt geht es bergauf", so der Coach. Ob Wellinger, der sich beim letzten vorolympischen Weltcup in Willingen auch viel Selbstvertrauen ersprang, "den Gipfel schon erreicht bei Olympia", wisse Horngacher allerdings nicht.
Für Aufmerksamkeit sorgte beim Heimweltcup aber vor allem auch ein anderer. Dass der für die Winterspiele nicht qualifizierte Karl Geiger "den Zug verpasst hat", erklärte Horngacher, "tut mir echt leid". Der sechsmalige Weltmeister sicherte sich im Sauerland überraschend seinen ersten Podestplatz der Saison, nach zuvor teils verheerenden Leistungen aber sei dies "halt ein bisschen zu spät gewesen", erklärte Horngacher. "So einfach gibt er sich nicht geschlagen", sagte Horngacher jedoch, "er wird sicher ganz stark zurückkommen".
So bleibt Geiger allerdings lediglich die Rolle des Ersatzmannes, seine Hoffnungen setzt der Bundestrainer stattdessen vermehrt auf Philipp Raimund und Felix Hoffmann, die gemeinsam mit Pius Paschke das vierköpfige Aufgebot komplettieren. Insgesamt, betonte Horngacher, fahre das Team nun "mit einem guten Gefühl nach Olympia".










