Die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2026 hat in Italien nicht nur sportliche Höhepunkte, sondern auch ein großes Haushaltsdefizit hinterlassen. Die Stiftung Mailand-Cortina, die alle mit Olympia verbundenen Veranstaltungen durchführte, rechnet mit einem Minus von rund 310 Millionen Euro. Das berichten italienische Medien. Die Zahlen seien den Mitgliedern der Stiftung demnach bei der letzten Vorstandssitzung mitgeteilt worden.
Das "Loch" ergebe sich aus 230 Millionen Euro höheren Kosten und 80 Millionen Euro geringeren Einnahmen, wobei die tatsächlichen Erlöse aus dem Merchandising-Verkauf noch nicht vollständig beziffert sind. Das ursprünglich 2019 festgelegte Budget von knapp 1,4 Milliarden Euro ist inzwischen auf 1,7 Milliarden gestiegen. Die Mitglieder der Stiftung - darunter die beteiligten Regionen Lombardei, Venetien, Trentino und Südtirol - wurden aufgefordert, zur Deckung des Defizits beizutragen, um einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen.
Für die Region Venetien würde der Beitrag zwischen 26 und fast 40 Millionen Euro liegen, abhängig davon, ob das Internationale Olympische Komitee (IOC) mit einer Unterstützung von über 100 Millionen Euro eingreift oder nicht. Im besten Fall - also mit einem Beitrag des IOC - müssten Trentino und Südtirol jeweils 20 bzw. fünf Millionen Euro beisteuern, die Lombardei etwa 60 Millionen Euro.










