"Bubista", Trainer von Kap Verde
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Quelle: SID
27.06.2026 07:34 Uhr
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American Dreams: Das geschah in der deutschen Nacht

FANTASTISCH: Wenn das kein kleines Wunder ist, oder ein Märchen oder was auch immer. Kap Verde steht jedenfalls in der K.o.-Runde und trifft dort, wie könnte es schöner sein, auf den Weltmeister. Vozinha gegen Messi. Der WM-Debütant gegen den Weltmeister. Kap Verde gelang es sogar, durch drei Unentschieden als Gruppenzweiter direkt in das Sechzehntelfinale einzuziehen, das dritte war ein 0:0 gegen Saudi-Arabien - das wiederum nur ein 1:0 gegen die "Blauen Haie" benötigt hätte, um selbst auf Platz zwei hinter Spanien zu springen.

FRUSTRIEREND: Nicht unerwähnt bleiben sollte freilich: Spanien (trifft nun auf Österreich oder Algerien) leistete Kap Verde ein wenig Schützenhilfe (hätte auch für Saudi-Arabien gegolten). Durch das 1:0 des Europameisters gegen Uruguay reichten dem WM-Neuling drei Punkte zum Weiterkommen. Uruguay wiederum hätte gewinnen müssen, um nicht schon nach der Vorrunde frustriert Abschied nehmen zu müssen. Zwei mickrige Punkte ergatterte der zweimalige Weltmeister aus grauer Vorzeit. Torhüter-Denkmal Fernando Muslera wurde nach seinem Patzer beim Gegentor (42.) in der Pause ausgewechselt, angeblich auf eigenen Wunsch. Spanien trifft nun übrigens auf Algerien oder Österreich.

FORMIDABEL: Okay, Stale Solbakken, Trainer der Norweger, hatte seine halbe, nein, seine ganze Mannschaft ausgetauscht. Gleich zehn Spieler raus, zehn Spieler rein. Dass das gegen Frankreich mit seinen formidablen Vier (Dembélé, Olise, Doué, Mbappé) nicht lange gutgehen würde, war klar. Nach nur 32 Minuten stand es 3:1, dreimal Dembélé, schnellster Dreierpack seit der WM 1954, als der Österreicher Erich Probst in der 4., 21. und 24. Minute gegen die Tschechoslowakei traf. "Wir werden", sagte Dembélé hinterher, "einfach konzentriert bleiben - denn die nächsten Spiele sind noch wichtiger." Das übernächste Spiel könnte das Achtelfinale gegen die deutsche Mannschaft sein. Mon dieu, l’Allemagne!

FLEXIBEL: Die Norweger konnten es sich im Grunde genommen leisten, flexibel auf die Tabellensituation zu reagieren und mal auf locker zu machen. Der Roklubb Norge war ja sowieso Zweiter, warum also unnötig Kraft vergeuden in einem Duell, in dem es höchstens ums Prestige ging. Also, Norwegen rud ..., nein fliegt jetzt nach Dallas zum Sechzehntelfinale gegen die Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire), Gruppenzweiter in der deutschen Gruppe E, und 1:0 gegen Ecuador gewonnen.

FESSELND: Was ein Nervenkitzel in der Gruppe G. Belgien führte 3:1 gegen Neuseeland, das hätte nur zu Platz zwei gereicht, weil: Ägypten hielt ein Unentschieden gegen Iran (1:1) und hatte damit bei identischer Tordifferenz (+2) einen Treffer mehr aus allen Gruppenspielen erzielt. Dann, Auftritt "Joker" Romelu Lukaku: Tor zum 4:1, Belgien Erster. Kurz darauf: Tor für Iran, Iran Zweiter, Ägypten Dritter. Aber: Tor des Iran aberkannt, Belgien weiter Erster. Treffer von "Joker" Alexis Saelemaekers - puh, durchatmen. Ägypten wäre bei einem Treffer wieder Erster gewesen - hatte aber genug für diesen Tag. Und ein Duell mit Australien vor sich.

FREMDBESTIMMT: So kann es auch gehen: Durch die Ergebnisse in der Gruppe H sind gleich mehrere Nationen vorzeitig in die K.o.-Phase eingezogen. Neben Mitfavorit England von Trainer Thomas Tuchel, Portugal um Superstar Cristiano Ronaldo und Deutschland-Gegner Paraguay ist auch Ghana und Ägypten die Teilnahme am Sechzehntelfinale nicht mehr zu nehmen, nach dem Abschluss der Gruppe G galt das auch für den Senegal. Alle Teams werden mindestens als einer der acht besten Gruppendritten abschneiden.

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