Regen in Philadelphia
© GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Darrian Traynor
Quelle: SID
23.06.2026 07:22 Uhr
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American Dreams: Das geschah in der deutschen Nacht

WASSERBALL: Das Spiel zwischen Frankreich und dem Irak wird in die Fußball-Geschichte eingehen - eine längere "hydration break" hat es nie gegeben. Weil es schon vor der Halbzeitpause in Philadelphia wie aus Kübeln zu schütten begann, weil aber vor allem in sehr bedenklicher Entfernung zum Stadion Gewitter für Unbehagen sorgten, wurde nach dem Ende der ersten Halbzeit um 17.48 Uhr Ortszeit und dem Ende der 15-minütigen Pause erst mal nicht wieder angepfiffen. Neustart war erst um 20.00 Uhr Ortszeit - also mit einer Verspätung von 1:57 Stunden, weil unter anderem die Unmengen von Wasser auf dem Platz reduziert werden mussten. Was nur mäßig gelang. Immerhin: Die FIFA strich die Trinkpause für die zweite Halbzeit (was wohl die TV-Werbekunden dazu sagen?)

BALLERMÄNNER: Einen schien diese Warterei in seinem 100. Länderspiel überhaupt nicht zu beeindrucken: Kylian Mbappé traf beim 3:0 (1:0) gegen den Irak vor und nach der XXL-Unterbrechung, macht bei dieser WM-Treffer Nummer drei und vier. Gleiches gelang anschließend beim 3:2 (1:0) von Norwegen gegen den Senegal auch Erling Haaland. Für Mbappé wäre die Einstellung des Torrekords von Miroslav Klose und Lionel Messi gewesen - wurde es nicht, weil: siehe Hallenfußball.

HALLENFUSSBALL: In Dallas haben sie zum Glück ein Dach. Wegen der Hitze in Texas. Alles angenehm temperiert also, aber Ralf Rangnick und seine Österreicher kamen trotzdem gehörig ins Schwitzen, weil es Lionel Messi offensichtlich egal ist, wie die äußeren Umstände sind. Drei Tore gegen Algerien, jetzt zwei Tore gegen die ÖFB-Auswahl - WM-Treffer 17 und 18 und damit Miroslav Klose (16) überholt. Kaum zu glauben, dass Messi auch irdische Momente erlebt: Zu Beginn des Spiels verschoss er einen Foulelfmeter.

DEBÜTENTENBALL: Jordanien ist das erste Mal bei einer WM dabei - und trotz gefälliger Auftritte weiter ohne Punkt. Durch das 1:2 (1:0) gegen die WM-erprobten Algerier ist klar: Das Spiel gegen Argentinien zum Abschluss der Vorrunde wird das letzte bei dieser Endrunde sein. Die Algerier können nur bei einem Sieg gegen Österreich noch auf Platz zwei springen - bei einem Unentschieden werden wohl beide mit je vier Punkten in die K.o.-Runde einziehen. Ein Schelm, wer da an ein Spiel der Österreicher 1982 in Gijon denkt.

OPERNBALL: Thomas Tuchel hat die Arbeit mit seiner hochkarätigen Offensive mit dem Job eines Dirigenten verglichen. "Ein sehr berühmter Dirigent hat einmal gesagt, er wolle die Musik und die Musiker nicht stören. Genau das versuchen wir im Trainerteam zu tun", sagte Englands Nationalcoach vor dem zweiten WM-Gruppenspiel am Dienstag (22.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) gegen Ghana. Also: "Wir stören die Spieler nicht und wir stören das Spiel nicht." Tusch!

SID th er

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