Zum Auftakt hat Superfan "Lumumba Vea" der kongolesischen Fußball-Nationalmannschaft noch gefehlt, zur großen Freude von Trainer Sébastien Desabre wird der 49-Jährige das Team beim zweiten WM-Gruppenspiel aber auf seine eigenwillige Art unterstützen. Der weltbekannte Support des besonderen Anhängers sei "eine gute Sache" und werfe "ein gutes Licht auf unser Land", sagte Desabre vor der Partie gegen Kolumbien in Guadalajara am Dienstagabend (Ortszeit).
Kongos Regierungschef Félix Tshisekedi hatte dafür gesorgt, dass der als "Lumumba Vea" bekannte Michel Nkuka Mboladinga in die offizielle Delegation aufgenommen wird. Damit konnte er - anders als ein Großteil der Anhänger - trotz des Ebola-Ausbruchs in der Heimat nach Nordamerika reisen. Das Team wird er auf ganz besondere Art unterstützen.
Wenn die DR Kongo spielt, steht Mboladinga auf der Tribüne - regungslos, den Blick in die Ferne gerichtet, den rechten Arm erhoben. Wie eine Statue. Er singt nicht, er feiert nicht, er bewegt sich einfach nicht. Dennoch ist den Kongolesen der Support des Superfans wichtig.
"Jeder Einzelne repräsentiert den Kongo auf die Art und Weise, die er oder sie selbst wählt", sagte Desabre: "Wir freuen uns sehr, dass wir Fans haben, die den weiten Weg aus Kinshasa auf sich genommen haben."
Beim überraschenden Punktgewinn gegen Portugal (1:1) zum Auftakt hatten den Kongolesen zahlreiche Fans gefehlt. Mit einem Sieg gegen Kolumbien könnten die Afrikaner einen großen Schritt in Richtung K.o.-Runde machen.










