Handball-Rekordmeister THW Kiel hat im Rennen um die Champions-League-Plätze den nächsten empfindlichen Rückschlag kassiert. Am 26. Spieltag der Bundesliga (HBL) erlebte das Team von Trainer Filip Jicha beim 29:30 (14:17) bei der MT Melsungen ein Wechselbad der Gefühle - auf zwei Aufholjagden folgte stets ein Einbruch. Mit nun 36:16 Punkten bleibt der Nordklub zunächst weiter auf Tabellenrang vier.
Besser machte es am Freitagabend Erzrivale SG Flensburg-Handewitt, der sich im Verfolgerrennen gegen die abstiegsbedrohte GWD Minden mit 35:31 (22:16) durchsetzte. Damit ist die Mannschaft von Ales Pajovic mit nun 41:11 Punkten erster Verfolger von Spitzenreiter SC Magdeburg - und der trifft am Samstag im Topduell auf die drittplatzierten Füchse Berlin (ab 16.05 Uhr/ARD und Dyn).
Als bestem Werfer der Partie gelangen Bence Imre acht Tore für den THW, ansonsten zeigten die Kieler beim Tabellensiebten aus Melsungen große Inkonsistenz. Nach einem Start auf Augenhöhe musste die Zebras im ersten Durchgang plötzlich abreißen lassen.
Beim Stand von 16:20 in der 34. Spielminute schien die Trendwende zu gelingen - vor allem dank Schlussmann Gonzalo Perez de Vargas, der in den folgenden fünf Minuten nicht nur drei Würfe teils spektakulär parierte, sondern auch selbst traf. Nach einer Führung (21:20) brach Kiel postwendend wieder ein: Es folgte eine siebenminütige Durststrecke ohne Treffer. Auch einen Fünf-Tore-Rückstand holte der THW wieder auf - um verlor am Ende doch.










