Der Deutsche Skiverband erhofft sich nach der Abwahl von FIS-Präsident Johan Eliasch schnell "Klarheit" hinsichtlich der Vergabe der Nordischen Ski-WM 2031. Es sei nun wichtig, "unter dem neuen Präsidenten und mit dem neu gewählten Council schnell einen transparenten und nachvollziehbaren Prozess einzuleiten, der beiden Bewerbern gerecht wird und vor allem den Interessen des nordischen Skisports dient", sagte DSV-Vorstand Stefan Schwarzbach dem SID.
Die für Mittwochabend geplante Vergabe der WM nach Oberstdorf oder Planica auf dem FIS-Kongress in Belgrad war nach einer langen Verzögerung überraschend ausgefallen, der Vorsitzende des SC Oberstdorf, Georg Geiger, hatte im Anschluss deutliche Kritik an Eliasch geübt. Man sei "zum Spielball von Machtkämpfen eines selbstherrlichen Präsidenten" geworden, sagte er der Allgäuer Zeitung. Am Donnerstag wurde der umstrittene Präsident des Internationalen Skiverbands FIS schließlich ab- und der Liechtensteiner Alexander Ospelt zu seinem Nachfolger gewählt.
"Die Art und Weise, wie gestern ganz offensichtlich versucht wurde, Einfluss auf den Entscheidungsprozess zu nehmen, hat viele irritiert und könnte am Ende sogar mit dazu beigetragen haben, dass der Wunsch nach einem Wechsel heute eine Mehrheit gefunden hat", mutmaßte Schwarzbach. Nach Eindruck des DSV habe Oberstdorf "die Unterstützung einer Mehrheit im Council" gehabt, das Ergebnis sei jedoch "aufgrund offener finanzieller Fragestellungen nicht offiziell bestätigt" worden.
Vom Internationalen Skiverband FIS gab es zunächst keine Erklärung zu den Hintergründen. Nick Fellows, der Direktor von FIS TV, hatte am Abend einzig erklärt, der Rat habe "noch keine endgültige Entscheidung" treffen können, diese werde bei der nächsten Sitzung fallen. Ein Unentschieden bei der Abstimmung gibt es nicht, in diesem Fall entscheidet die Stimme des FIS-Präsidenten.









