Ein durch die Luft fliegender Ski des neuen Einzel-Weltmeisters Domen Prevc hat Titelverteidiger Slowenien bei der Skiflug-WM in Oberstdorf die Siegchance im Teamwettbewerb gekostet. Vor dem Sprung des Norwegers Marius Lindvik rutschten beide Ski des 26-Jährigen unkontrolliert die Schanze herunter, einer flog sogar etwa 50 Meter durch die Luft und stoppte erst im Auslauf. Getroffen wurde niemand. Prevc durfte danach allerdings nicht springen, ein Protest wurde abgelehnt.
"Ich habe so etwas noch nie erlebt. Es war Eigenverschuldung, es gibt ganz klare Regeln", sagte Andreas Bauer, der im Weltverband FIS Mitglied der Materialkommission ist, in der ARD: "Es gibt oben eine Kontrollbox, dort hätte er die Ski reinstellen können. Er hätte sie auch einem Mitarbeiter geben können, aber er hat sie angelehnt. Bei dem Schneefall ist es glitschig, dann haben sie sich selbstständig gemacht."
Ein slowenisches Teammitglied hatte den Ski in Windeseile wieder nach oben gebracht, doch dort wurde Domen Prevc ein Start verweigert. Der Gewinner der Vierschanzentournee, der am Samstag Gold im Einzel gewonnen hatte, sank enttäuscht in seinen Stuhl. "Ich bin ja nicht oft sprachlos, aber heute fehlen mir die Worte", sagte ARD-Experte Sven Hannawald: "Der Junge ist selbst schuld, er hat das selber verbockt."
Prevc durfte zwar im zweiten Durchgang starten, doch durch die fehlenden Punkte war jede Chance auf eine Medaille weg. Bei den vergangenen beiden Weltmeisterschaften 2022 und 2024 hatte Slowenien jeweils mit Domen Prevc Gold gewonnen.













