Der französische Biathlon-Olympiasieger Émilien Jacquelin wechselt von der Loipe auf das Rennrad. Wie der Staffel-Goldmedaillengewinner von Antholz und Decathlon-CMA CGM mitteilten, fährt der fünfmalige Weltmeister ab dem 1. Mai für zunächst sechs Monate für das Nachwuchsteam des Rad-Rennstalls aus seiner Heimat.
"Ich bin schon immer Rad gefahren, sei es in meiner Jugend oder während meiner Vorbereitung, aber von nun an wird jeder Tag eine neue Herausforderung sein. Ich möchte das Vertrauen des Teams rechtfertigen und diesen Kindheitstraum mit Bescheidenheit leben", sagte Jacquelin.
Ein Ende seiner Biathlon-Karriere bedeutet der Wechsel nicht. "Es ist ein Projekt, das in meinem Hinterkopf gereift ist", sagte der 30-Jährige: "Auch wenn die Winterspiele 2030 in Frankreich weiterhin ein Ziel bleiben, habe ich heute den Wunsch, etwas Neues zu entdecken und Radsport auf hohem Niveau zu betreiben."
Die Liebe zum Radsport begann während der Tour de France 1998, als Jacquelin der italienischen Ikone Marco Pantani zuschaute. In der Loipe von Antholz, in der er zudem Bronze in der Verfolgung geholt hatte, trug Jacquelin einen silbernen Ohrring, der dem 2004 verstorbenen Pantani gehört hatte.
Der Wechsel vom Biathlon zum Rennrad ist nicht ungewöhnlich. Auch der Tour-Dritte Florian Lipowitz hatte zunächst eine Karriere in der Loipe eingeschlagen, war anschließend aber fest in den Radsport gewechselt.
Er wolle niemandem einen Platz im Team wegnehmen, sagte Jacquelin. "Radfahren ist eine der Grundlagen seines Biathlon-Trainings", erklärte Jean-Baptiste Quiclet, Sportdirektor bei Decathlon-CMA CGM: "Im Jahr nach den Olympischen Spielen wollen wir ihm die Möglichkeit bieten, sich im Radsport zu versuchen, damit er sein Potenzial entfalten kann."











