Auf dem Weg zum größten Playoff-Comeback in der Geschichte der Deutschen Eishockey Liga (DEL) vertraut Patrick Hager der eigenen Stärke. "Der Berg ist riesig, darüber brauchen wir nicht zu reden", sagte der Olympia-Silberheld vom EHC Red Bull München bei MagentaSport: "Aber wir haben sehr viel Qualität in der Mannschaft. Wir haben das ganze Jahr bewiesen, dass wir auch unter Druck funktionieren können."
Den ersten Matchball der Adler Mannheim in der Halbfinalserie wehrten die Münchner bravourös ab, mit 5:1 entschieden Hager und Co. die vierte Partie für sich. Einen 0:3-Rückstand hat in der DEL noch keine Mannschaft aufholen können. Aufgegeben hat der EHC aber noch lange nicht. "Das ist die berühmte Floskel: Es geht Schritt für Schritt", sagte Hager und kündigte an: "Jetzt ruhen wir uns zwei Tage aus, fahren nach Mannheim und sind für einen großen Abend bereit."
Spiel fünf steht am Freitagabend (19 Uhr/MagentaSport) an. Bisher seien die vier Duelle "brutal eng" gewesen, sagte Yasin Ehliz, der kurz vor dem Ende des Mitteldrittels die Münchner 2:1-Führung erzielte. Erst im Schlussabschnitt zogen die Gastgeber davon. "Das macht brutal Spaß", sagte Ehliz: "Es war bitter, dass wir in der Serie 3:0 hinten lagen. Aber jetzt haben wir den ersten Sieg geholt. Hoffentlich gehts so weiter."
Die Niederlage sei "kein Beinbruch", sagte Mannheims Olympia-Fahrer Lukas Kälble. Adler-Trainer Dallas Eakins bemühte den Taschenrechner. "Unabhängig ob Hauptrunde oder Playoffs, ist es immer extrem schwierig, vier Partien gegen ein und denselben Gegner in Folge zu gewinnen. Die Wahrscheinlichkeiten sprechen in solch einem Fall immer gegen dich", sagte der Kanadier.










