Der ägyptische Nationaltrainer Trainer Hossam Hassan und sein iranischer Kollege Amir Ghalenoei wollen sich vor dem viel diskutierten "Pride Match" nur auf das Sportliche konzentrieren. Als Coach fokussiere er sich "auf den Fußball. Das ist alles, woran wir denken", betonte Hassan angesprochen auf eine Stellungnahme des Gegners Iran im Vorfeld der Partie, die am Samstag (5.00 Uhr MESZ/MagentaTV) in Seattle stattfindet.
Ähnlich äußerte sich Ghalenoei. "All unsere Gedanken werden sich auf den Fußball konzentrieren, auf das schöne Spiel, auf unsere Leute und auf den Erfolg", sagte der iranische Trainer. Man werde nicht darüber nachdenken, "was abseits des Spielfelds vor sich geht".
Am Mittwoch hatte "The Athletic" berichtet, dass der iranische Verband laut eines Sprechers die FIFA über den gemeinsamen Standpunkt beider Nationen informiert habe. Demnach erwarte man, dass "die notwendigen Schritte" unternommen werden, "um sicherzustellen, dass keine entsprechenden Zeremonien oder Werbeaktionen im Stadion oder im Rahmen des offiziellen Spielgeschehens stattfinden". Die LGBTQ+-Gemeinschaft wird in der Stellungnahme jedoch nicht wörtlich erwähnt.
Hassan nahm bei der Pressekonferenz keinen direkten Bezug auf die iranischen Äußerungen. Das Organisatorische während des Turniers handhabe die FIFA, zudem habe man den eigenen Verband, "der sich um solche Dinge kümmert", sagte er: "Wir beschäftigen uns mit Fußball auf dem Platz." Man respektiere Richtlinien der FIFA.
Bereits nach der Auslosung hatte die Partie für Wirbel gesorgt. Die Veranstalter hatten das Spiel zum "Pride Match" ausgerufen, noch bevor die Paarung festgestanden hatte. Die Begegnung fällt auf ein Wochenende, an dem in der Stadt traditionell die LGBTQI+-Community feiert.
Sportlich gesehen hat Ägypten mit vier Punkten in der Gruppe G vor dem Duell die beste Ausgangslage, um sich für das Sechzehntelfinale zu qualifizieren. Auch der Iran hat mit zwei Zählern noch alle Chancen auf den Einzug in die K.o.-Phase.










