Ein Unentschieden würde beiden Teams zum Weiterkommen wohl reichen - auf einen Nicht-Angriffspakt wollen sich die australischen Fußballer im WM-Duell mit Paraguay aber nicht einlassen. "Ich finde, man betrügt das Spiel, wenn man zehn Minuten vor Schluss einfach nur einen Waffenstillstand aushandeln will – das erscheint mir nicht richtig", sagte Verteidiger Jason Geria vor dem letzten Spieltag in der Gruppe D.
Bei dem XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada beginnt kurz vor der K.o.-Phase das große Rechnen: Neben den Gruppenersten und -zweiten kommen auch die acht besten Gruppendritten weiter. Für Australien und Paraguay (beide drei Punkte) geht es am Freitag (4.00 MESZ/ARD und MagentaTV) um Platz zwei hinter den USA, die die Pole Position schon sicher haben. Als Dritter mit vier Punkten käme man höchstwahrscheinlich auch weiter. Beide Mannschaften kommen auch als deutscher Gegner in einem Sechzehntelfinale infrage.
"Wir wollen jedes Spiel gewinnen, egal wer der Gegner ist oder wie die Situation aussieht", betonte Geria: "Ich glaube nicht, dass es in unserer Natur liegt, einfach aufzugeben oder den Fuß vom Gas zu nehmen."
Gegen Paraguay erwartet der 33-Jährige eine schwere Aufgabe. "Sie spielen jedes Spiel, als ob es ihr letztes wäre, sie kämpfen um alles", erklärte er. Jackson Irvine attestiert den Südamerikanern "hohe, individuelle Qualität". Die Socceroos müssten immer "das Unerwartete" erwarten, betonte der Profi des FC St. Pauli.
Paraguay muss im entscheidenden Duell auf seinen Routinier Miguel Almiron verzichten. Der 32-Jährige hatte sich im Spiel gegen die Türkei (1:0) im Dialog mit Mert Müldür den Mund zugehalten und nach der neuen Regel folgerichtig die Rote Karte gesehen.










