Das Wetter in Philadelphia hat die Abläufe rund um das WM-Spiel des Topfavoriten Frankreich gegen den Irak durcheinander gewirbelt. Der drei Stunden vor dem Anpfiff angesetzte Einlassstart für die Zuschauer wurde verschoben. "Ein heftiges Gewitter nähert sich", stand auf der Anzeigetafel des Stadions: "Bitte verlassen Sie den offenen Sitzplatzbereich. Suchen Sie Schutz gemäß der Anweisungen des Stadionpersonals." Das Heimatstadion des NFL-Teams Philadelphia Eagles hat für die Zuschauer kein Dach.
Erst mit rund 40 Minuten Verspätung wurden die Tore der Arena geöffnet, doch endgültige Entwarnung gab es ob der Wetterlage nicht. Der Weltverband FIFA zeigte sich aber gegenüber Medienvertretern vorsichtig optimistisch, dass die für 17.00 Uhr Ortszeit (23.00 Uhr MESZ) angesetzte Partie wie geplant starten kann. Für den Zeitraum des Spiels seien die Prognosen der Wetterdienste eher positiv, man gehe deshalb von einer regulären Austragung der Partie aus.
Für die Stadt an der Ostküste gilt für Montagnachmittag und -abend eine Unwetterwarnung. "Gewitter können das Fußballspiel durch zerstörerische Winde, Hagel und einen Tornado beeinträchtigen", schrieb der nationale Wetterdienst: "Einige der Gewitter könnten heftig ausfallen und starke Regenfälle mit sich bringen." Die FIFA geht derzeit davon aus, dass diese erst nach Ende der Partie Philadelphia erreichen werden.
Generell in den USA und damit auch für die WM gelten strikte Regeln für solche Fälle. Sobald ein Blitzeinschlag in einem Umkreis von 13 Kilometern (8 Meilen) um das Stadion registriert wird, müssen Tribünen und Freiflächen sofort geräumt werden. Nach dem letzten registrierten Blitz gilt eine strikte Zwangspause von 30 Minuten. Schlägt in dieser Zeit erneut ein Blitz ein, beginnt der Countdown wieder von vorne.










