Der frühere Bundestrainer Berti Vogts sieht die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der WM für die K.o.-Runde gut aufgestellt - auch das nun drohende frühe Topspiel solle dem Team von Julian Nagelsmann keine Sorgen bereiten. "Sicherlich kann man sich Gedanken machen, dass der feststehende Gruppensieg bedeutet, dass wir früh auf Frankreich treffen können", schrieb Vogts in seiner Kolumne für die Rheinische Post: "Aber bitte – das ist es doch, was eine WM ausmacht. Irgendwann kommen die großen Gegner, das darf keine Angst machen, sondern muss ein Ansporn sein."
Die Konkurrenz habe nun "gesehen, was die deutsche Mannschaft kann", schrieb Vogts, der das DFB-Team 1996 zum EM-Titel gecoacht hatte. Der Last-Minute-Sieg am Samstag gegen die Elfenbeinküste (2:1) nach einem Rückstand könne durch sein Zustandekommen noch wertvoll werden.
"Das Gegentor war sogar gut für unsere Mannschaft. Es war ein Weckruf, mancher Spieler wird gesagt haben: 'Moment mal, ich will gewinnen, dafür muss ich aber mehr machen.' Es war spürbar, dass das Gegentor die Spieler bei der Ehre gepackt hat", schrieb Vogts.
Zudem habe Doppeltorschütze Deniz Undav erneut seine großen Qualitäten als Joker bewiesen. "Von der Bank so reagieren zu können, kann im Turnierverlauf sehr wichtig sein", schrieb er und zog Parallelen zur EM 1996. Damals "hatten wir zum Beispiel in Oliver Bierhoff einen Stürmer, der ebenfalls gleich immer da war, wenn er reinkam. Das hat nicht jeder."










