Der Deutsche Handballbund (DHB) hat nach der Premiere der Männer-Nationalmannschaft bei ProSieben ein positives Fazit gezogen - trotz eines kurzen TV-Blackouts am Ende des zweiten Länderspiels gegen Ägypten (34:33). "Uns gefällt dieses Neuland. Das war ein guter Start mit frischen Formaten und ordentlichen Zahlen", sagte DHB-Vorstandschef Mark Schober auf SID-Anfrage.
Die Tatsache, dass einige Sekunden von der Schlussphase aufgrund einer Werbeunterbrechung für Fernsehzuschauer nicht zu sehen waren, nahm der Funktionär sportlich. "Fehler passieren, aber für uns dominiert der positive Gesamteindruck", sagte Schober.
Ihn freue vielmehr "das über die Sport-Redaktionen von ProSiebenSat.1 hinaus erkennbare Interesse am Handball und an unseren Spielern", sagte Schober. Dass Torhüter David Späth und Rückraumspieler Miro Schluroff zwischen dem Lehrgang der Nationalmannschaft und dem Re-Start der Bundesliga noch von Bremen zu einer Aufzeichnung der Sendung von Joko & Klaas nach München reisen, wertete Schober als "positives Zeichen".
Beim erfolgreichen ersten Ägypten-Test (41:38) hatten am Donnerstag bis zu 660.000 Zuschauer bei ProSieben eingeschaltet, es war die erste Handball-Übertragung des Senders, der sich die Rechte bis 2031 gesichert hat. Neben den Bildern im Free-TV läuft auch ein freier Stream bei Joyn, Dyn und auch Sporteurope.TV sind zusätzliche Pay-Angebote im Internet.
"Reichweite ist für uns definitiv mehr als die reine Quote einer Übertragung im Free-TV – und Handball-Fans haben die Chance, sich ganz gezielt mit ihrem Lieblingssport versorgen zu können", sagte Schober. Zum Aufreger in den Sozialen Medien wurde beispielsweise die Gestaltung der Timeouts: ProSieben spielte im Gegensatz zu Übertragungen bei den Öffentlich-Rechtlichen Werbung ein und zeigte das Timeout nachträglich via Splitscreen.
"Alle Details und Informationen sind verfügbar", sagte Schober: "Über Dyn können Handball-Fans Spiele im gewohnten Ablauf verfolgen und auch im Alltag nahe an ihren Lieblingsspielern und den Klubs sein. Im Zusammenspiel der Plattformen kann Handball auf allen Ebenen wachsen."










