Sven Hannawald sieht in seinem langjährigen Weggefährten Martin Schmitt zumindest perspektivisch einen Skisprung-Bundestrainer. "Martin war schon zu unserer aktiven Zeit sehr strukturiert", sagte der Vierschanzentournee-Gewinner von 2001/02 bei Sport1. Der viermalige Weltmeister Schmitt habe schon immer "viele Fragen gestellt und wollte genau verstehen, warum bestimmte Trainingsmethoden angewendet werden".
Als Nachfolger für den zum Saisonende scheidenden DSV-Coach Stefan Horngacher kommt Schmitt für Hannawald aber eher nicht infrage. "Im Moment ist es dafür noch etwas früh. Er hat Familie und andere Verpflichtungen, und als Bundestrainer wäre man praktisch permanent unterwegs. Gleichzeitig wächst er derzeit Schritt für Schritt in eine Trainerrolle hinein, und dafür braucht es Zeit", sagte Hannawald.
Noch ist offen, wer die DSV-Adler zur kommenden Saison übernimmt, Sportdirektor Horst Hüttel hat eine Entscheidung bis Ende März angekündigt. Hannawald machte sich für den Österreicher Alexander Stöckl stark. "Er hat in Norwegen über viele Jahre hinweg hervorragende Arbeit geleistet. Aus irgendwelchen Gründen wurde er dann von den Springern ausgebootet. Aber zu den norwegischen Springern brauche ich eh nichts mehr zu sagen nach dem Material-Skandal der vergangenen Saison", sagte Hannawald. Stöckl hatte zuletzt allerdings erklärt, kein Interesse an einer Rückkehr zu haben.
Auf lange Sicht könnte der Bundestrainer ohnehin Schmitt heißen, so Hannawald: "Ihn haben die Hintergründe interessiert: Warum trainieren wir etwas auf diese Weise und welche Effekte hat das? Deshalb kann ich mir grundsätzlich gut vorstellen, dass Martin irgendwann einmal ein geeigneter Trainer für das deutsche Team sein könnte."














