Der Deutsche Skiverband fiebert nach dem Saisonende in der Nordischen Kombination der Entscheidung über die olympische Zukunft der Sportart entgegen. "Wir hoffen sehr, dass diese für uns existenzielle Entscheidung positiv getroffen wird", sagte DSV-Sportdirektor Horst Hüttel am Dienstag. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wird im Mai oder Juni verkünden, ob die Kombination auch 2030 zum olympischen Programm gehören wird.
Hüttel zeigte sich zwei Tage nach dem Saisonende vorsichtig optimistisch. "Ich denke, wir haben uns bei Olympia von der besten Seite gezeigt, mit tollen Wettkämpfen, tollen Quoten, neuen Rekorden - zum Beispiel in Japan, was die TV-Quote angeht", sagte er. Auch die Rekordzahl an Weltcuporten oder neue Formate wie das Single Mixed seien positive Entwicklungen.
"Ich hoffe sehr, dass diese Dinge auch das IOC sieht und die große Entscheidung im Mai, Juni positiv ausfällt. Das ist eine Geschichte, die durch die ganze Saison durchgegangen ist und die auch vielen Leuten Kraft gekostet hat", sagte Hüttel. Für den IOC-Beschluss gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder werden auch die Frauen aufgenommen, oder die seit der Premiere 1924 immer vertretene Sportart wird komplett gestrichen.
Das DSV-Fazit zur abgelaufenen Saison fiel derweil zweigeteilt aus. Während die Ergebnisse im Gesamtweltcup durch Nathalie Armbruster (4.) und Jenny Nowak (10.) sowie Julian Schmid (5.), Johannes Rydzek (6.), Vinzenz Geiger (9.) und Wendelin Thannheimer (11.) gut waren, galt das für die Olympischen Spiele nicht. "Wir wollten da Medaillen gewinnen, es war der klar definierte Saisonhöhepunkt. Dies ist uns leider nicht gelungen, das war enttäuschend", sagte Hüttel.












