Nathalie Armbruster hat die erfolgreiche Titelverteidigung beim Nordic Combined Triple im österreichischen Seefeld deutlich verpasst. Die 20 Jahre alte Schwarzwälderin landete nach dem dritten und letzten Wettkampf auf dem fünften Platz. Allerdings war Armbruster nach einem Infekt in Seefeld geschwächt an den Start gegangen und hatte im harten Abschlussrennen nichts mehr zuzusetzen.
Große Gewinnerin in Seefeld war die Norwegerin Ida Marie Hagen, die Armbruster sowohl als Triple- wie auch als Weltcup-Gesamtsiegerin ablöste. Hagen setzte sich bei ihrem 27. Weltcupsieg mit 55,0 Sekunden Vorsprung auf die US-Amerikanerin Alexa Brabec durch. Dritte wurde deren Landsfrau Tara Geraghty-Moats (+1:47,4 Minuten), 2020/21 erste Gesamtweltcup-Gewinnerin der Geschichte, die nach einem Abstecher zum Biathlon in den Ski-Zweikampf zurückgekehrt ist.
Nach einem nicht optimalen Sprung war Armbruster als Sechste in den verlängerten Langlauf über 7,5 km gegangen. Dort kämpfte sie zwar verbissen, letztlich fehlte aber die Kraft. 2:20 Minuten lag Armbruster hinter Hagen zurück.
Armbruster hatte 2025 die Triple-Premiere der Frauen gewonnen, nachdem ihre große Konkurrentin Hagen disqualifiziert worden war. Damit legte Armbruster den Grundstein für den späteren Gewinn des Gesamtweltcups. Nun holte Hagen den doppelten Triumph nach: Bei nur noch zwei ausstehenden Rennen ist Hagen die Große Kristallkugel nicht mehr zu nehmen.
Weil sie nicht bei Olympia zugelassen sind, war das Seefeld-Triple der Saisonhöhepunkt für die Kombiniererinnen. Bitter: Mitten in der Saison steht für sie auch bis zum 6. März kein Weltcuprennen an, nur im an sich zweitklassigen Continental-Cup gibt es zwei Wettkampf-Wochenenden.
Auch am WM-Schauplatz von 2019 protestierten die Frauen wieder gegen ihre Nichtberücksichtigung für die Winterspiele ab der kommenden Woche in Norditalien, vor dem Rennstart am Freitag hatten sie wie schon mehrmals mit zum "X" überkreuzten Skistöcken ein gemeinschaftliches Zeichen gesetzt.













