In dieser Saison ist Franziska Preuß noch ohne Podestplatz - für Felix Bitterling, Sportdirektor Biathlon beim Deutschen Skiverband (DSV), ist die 31-Jährige für die anstehenden Olympischen Winterspiele in Norditalien (6. bis 22. Februar) dennoch der "größte Trumpf." Eine Medaillenvorgabe wollte Bitterling jedoch nicht nennen. Es gebe bei den Frauen in diesem Jahr "eine extreme Leistungsdichte. Ohne Risiko wirst du nichts gewinnen", sagte der 48-Jährige im Interview mit den Zeitungen der Ippen-Gruppe.
Auch junge Athletinnen wie Julia Tannheimer oder Selina Grotian könnten "bei tadellosem Schießen auch mal schnell in Podiumsnähe gelangen", ergänzte Bitterling. Hoffnungen setzt der Sportdirektor auch in die Männermannschaft: "Ich würde sagen, dass auch bei den Männern nicht unbedingt weniger drin ist als bei den Frauen", führte er aus.
Bis zu den Wettbewerben in Antholz warte jedoch noch viel Arbeit auf die Teams: "Wir haben bei Frauen und Männern durchaus Anschluss an die Spitze gefunden", sagte Bitterling zwar, "allerdings sind wir natürlich nicht zu 100 Prozent glücklich mit der Situation. Es ist bisher noch nicht richtig gelaufen, es fühlt sich etwas schwer an, ein Flow hat sich bisher noch nicht eingestellt."
Sorgen bereitet Bitterling zudem die Nachwuchs-Problematik bei den Männern. Die fünf Olympia-Fahrer Lucas Fratzscher, Philipp Horn, Philipp Nawrath, Justus Strelow und David Zobel sind allesamt fast 30 Jahre alt oder älter, aufstrebende junge Biathleten kaum in Sicht. "Uns fehlen ein, zwei Athletengenerationen, die wir – warum auch immer – nicht hatten", resümierte Bitterling. Der Sportdirektor wird nach dem Ende dieser Saison zum Biathlon-Weltverband IBU zurückkehren und dort die Leitung einer neu geschaffenen Marketingabteilung übernehmen.













