Biathlon-Sportdirektor Felix Bitterling will das Thema Olympia-Nominierung möglichst nach dem Heimweltcup in Ruhpolding abgeschlossen haben. "Wir möchten gerne danach einen Strich ziehen", sagte Bitterling vor dem Staffelrennen der Frauen am Mittwoch.
Bei den Frauen geht es um den sechsten und letzten Startplatz für die Olympischen Spiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 22. Februar). Toptalent Selina Grotian hat die Kriterien (einmal Top 8 oder zweimal Top 15) bisher noch nicht erfüllt, da sie wegen einer Erkrankung länger gefehlt hat. Die 21-Jährige hat am Freitag im Sprint und am Sonntag in der Verfolgung in Ruhpolding eigentlich die letzte Chancen, sich ihren großen Traum zu erfüllen.
Bitterling ließ jedoch ein Hintertürchen offen. "Vom Grundsatz her ist die Norm sehr ausschlaggebend. Bei Selina könnte man sich aber natürlich auf die Ergebnisse vom letzten Jahr berufen und sagen, dass sie eine absolute Weltklasse-Frau ist im gesunden Zustand. Sie ist jetzt die ganze Saison mehr oder weniger ausgefallen. Aber ob das dann durchgeht, ist die Frage", sagte der Biathlon-Chef mit Blick auf die endgültige Nominierung durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).
Möglicherweise müsste Grotian noch beim Weltcup in Nove Mesto (22. bis 25. Januar) starten, um die Norm zu erfüllen. Grundsätzlich sei es "eine mentale Stresssituation", so Bitterling.
Bei den Frauen haben Franziska Preuß, Janina Hettich-Walz, Julia Tannheimer, Vanessa Voigt und Anna Weidel die Olympia-Norm schon erfüllt. Bei den Männern haben bislang nur Philipp Nawrath, Justus Strelow und Philipp Horn ihren Olympiastart sicher, David Zobel immerhin zur Hälfte. In Ruhpolding können sich zudem noch Lucas Fratzscher, Danilo Riethmüller und Johannes Kühn für einen der fünf Startplätze empfehlen.













