Russland hat seine ersten Medaillen bei den Paralympics unter eigener Flagge seit den Heimspielen von Sotschi 2014 gewonnen. Die alpine Skirennfahrerin Warwara Worontschichina kam am ersten Wettkampftag in Cortina d'Ampezzo in der Abfahrt der stehenden Startklasse auf Rang drei, wenig später legte Alexej Bugajew in der Männer-Klasse ebenfalls mit Bronze nach.
"Es war für uns eine wirklich lange Zeit ohne Flagge", sagte Worontschichina nach ihrem ersten paralympischen Rennen. Sie sei "wirklich froh", erklärte die 23-Jährige, die aus Ostsibirien stammt: "Mein ganzes Land und alle meine Teamkollegen sind es auch. Es ist schön, dass unsere Flagge bei der Eröffnung gehisst wurde."
Der Sieg ging an die Weltcup-Dominatorin Ebba Arsjö aus Schweden (1:22,00 Minuten), die ihre dritte Goldmedaille bei Winterspielen gewann. Die Französin Aurelie Richard (+1,71 Sekunden) holte Silber vor der 23-jährigen Worontschichina (+2,47). Der dreimalige Paralympicssieger Bugajew (+1,15) musste sich lediglich dem Schweizer Sieger Robin Cuche (1:17,79) und dem Franzosen Arthur Bauchet (+0,61) geschlagen geben.
Worontschichina und Bugajew waren nach der Wiederzulassung des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) und einer erfolgreichen Klage Russlands vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS gegen den Ski- und Snowboard-Weltverband FIS erst im Januar nach vier Jahren in den Weltcup zurückgekehrt. Für die Paralympics hatte das Duo zwei der sechs russischen Wildcards erhalten.
Die Rückkehr von Russland und Belarus war das bestimmende Thema vor dem Start der Spiele in Mailand und Cortina, bei der Eröffnungsfeier am Freitag im Amphitheater von Verona war die russische Flagge erstmals seit Sotschi 2014 wieder bei Paralympics zu sehen. Russland war anschließend zunächst aufgrund des Dopingskandals ausgeschlossen, dann wegen des Angriffskrieges in der Ukraine.













