Der Olympia-Traum von Abfahrer Luis Vogt ist vorerst ausgeträumt. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Deutsche Skiverband (DSV) haben die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) akzeptiert, dem 23-Jährigen eine Ausnahme-Nominierung für die Winterspiele zu verweigern.
"Wir haben alles versucht", sagte Olaf Tabor, Vorstand Leistungssport im DOSB und bei den Winterspielen in Norditalien (6. bis 22. Februar) als Chef de Mission verantwortlich für das deutsche Team: "Nun akzeptieren wir natürlich, dass das IOC den Regeln folgt und diese Genehmigung nicht erteilt. Für den Athleten tut es mir sehr leid."
DSV-Sportvorstand Wolfgang Maier erklärte: "Leider hat das IOC den Antrag, Luis Vogt im Abfahrtstraining einzusetzen, abgelehnt. Da alle fünf internationalen Quotenplätze besetzt sind, können wir Luis aktuell leider nicht für die Spiele nominieren."
Unter Bezugnahme auf die Regeln des Ski- und Snowboard-Weltverbandes FIS wies IOC-Sportdirektor Pierre Ducrey darauf hin, dass Athleten, die von ihrem Nationalen Olympischen Komitee keinen Quotenplatz zugewiesen bekommen haben, nicht an offiziellen Trainings teilnehmen können.
Der Garmischer Vogt hatte am vergangenen Wochenende beim Abfahrtsklassiker in Kitzbühel als Achter auf sich aufmerksam gemacht - die Olympia-Norm des DOSB erfüllte er damit aber erst nachträglich. Insgesamt stehen den deutschen Skirennläufern gemäß einer umstrittenen Quotenregelung nur fünf Olympia-Startplätze zur Verfügung.
Die einzige Möglichkeit für eine Teilnahme von Vogt besteht nun darin, dass einer der fünf nominierten DSV-Fahrer wegen Verletzung oder Erkrankung nicht antreten und er über das "Late Athlete Replacement" (LAR) nachnominiert werden kann. Dies muss bei der Abfahrt bis spätestens eine Stunde vor dem letzten offiziellen Training passieren. Dieses ist für 6. Februar um 10.30 Uhr angesetzt, das Rennen findet am 7. Februar um 11.30 Uhr in Bormio statt.












