Nach dem Tod von Claude Lemieux wird die Familie des früheren NHL-Stars sein Gehirn für die CTE-Forschung spenden. Das gab Claudia Lemieux Bishop, Tochter des viermaligen Stanley-Cup-Siegers, in einem Statement bei Instagram bekannt.
Die degenerative Gehirnerkrankung CTE (chronisch-traumatische Enzephalopathie) tritt als Folge häufiger Kopftraumata auf und kann nur postmortal festgestellt werden. Sie wurde schon bei mehr als 300 ehemaligen NFL-Footballern nachgewiesen. CTE kann das Verhalten und die Persönlichkeit verändern. Lemieux hatte sich am vergangenen Donnerstag mit 60 Jahren das Leben genommen.
Im Boston University CTE Center werden die Langzeitfolgen wiederholter Hirnverletzungen untersucht. Die Einrichtung darf die Ergebnisse nach einer Entscheidung der Familie unter Nennung von Lemieuxs Namen öffentlich machen.
"Claude widmete die Zeit nach seiner aktiven Karriere der Unterstützung der nächsten Generation", hieß es in der Mitteilung, "wir hoffen, dass sein Leben in den kommenden Jahren zu einem tieferen Verständnis, offeneren Gesprächen und einem besseren Schutz für Sportler und deren Familien beitragen kann."
Der einstige Stürmer war später Spielerberater, unter anderem betreute der gebürtige Kanadier den deutschen Nationalspieler Moritz Seider. Lemieux gewann den Stanley Cup mit den Montréal Canadiens (1986), den New Jersey Devils (1995, 2000) und Colorado Avalanche (1996).










