Der Overtime-Krimi zum Einzug ins Halbfinale hatte Serge Aubin Nerven gekostet, doch nach dem entscheidenden Sieg an Karsamstag fiel die Anspannung beim Meistertrainer der Eisbären Berlin schlagartig ab. "Die erste Serie ist immer die härteste, jetzt geht es nicht mehr um Druck, sondern um Gelegenheiten. Wir machen uns bereit und haben Spaß", sagte der Kanadier nach dem 6:5 über die Straubing Tigers bei MagentaSport.
Seine Mannschaft überstand die enge Viertelfinalserie mit 4:2 Siegen und kann weiter vom nächsten Titel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) träumen. Doch nun wartet der Hauptrundensieger, die Kölner Haie, die mit Macht nach ihrer ersten Meisterschaft seit 24 Jahren greifen. "Köln ist gut, es wird eine große Herausforderung", sagte Aubin, der noch keine Playoff-Serie verloren hat, am Samstagabend.
Am Mittwoch (19.00 Uhr) geht es mit dem ersten Duell in Berlin los. Im zweiten Halbfinale stehen sich ebenfalls am Mittwoch (19.30 Uhr/beide MagentaSport) die Adler Mannheim und der EHC Red Bull München gegenüber. Mannheim hatte im Viertelfinale die Pinguins Bremerhaven 4:1, München den ERC Ingolstadt 4:2 bezwungen.
Topfavorit auf den Titel sind die Haie, die nach dem 4:0 über die Schwenninger Wild Wings Zeit zur Regeneration hatten. Seit 2002 warten die Kölner auf die nächste Meisterschaft, vor einem Jahr verloren sie die Finalserie gegen Berlin deutlich mit drei 0:7-Klatschen in Folge. In diesem Jahr sind die Vorzeichen andere, doch Berlins Coach Aubin verspricht: "Wir werden bereit sein."










