Olympiastarter Fridtjof Petzold steht in der Auseinandersetzung mit der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) mit Athleten Deutschland im Austausch. Der Verband hatte den Sportler mit einem vorläufigen Startverbot belegt und zudem dessen Status als Bundeskaderathlet ausgesetzt, diesen Vorgang bestätigte die Athletenvertretung am Samstag dem SID.
"Athleten Deutschland steht an der Seite von Fridtjof Petzold", hieß es in einem Statement: "Die Aussetzung seines Bundeskaderstatus durch die DESG ist für uns nicht nachvollziehbar; wir missbilligen sie ausdrücklich. Gemeinsam mit ihm prüfen wir die nächsten Schritte, um eine Lösung zu finden, die den Athletinnen und Athleten und dem deutschen Eisschnelllauf insgesamt gerecht wird."
Das Disziplinarverfahren gegen Petzold, der während Olympia öffentlich Kritik an der DESG bezüglich Athletenbetreuung und -förderung geübt hatte, steht offenbar noch aus. Dieses hatte der Verband schon am vergangenen Donnerstag auf einer Pressekonferenz als nächsten Schritt benannt, im selben Rahmen wies die DESG auch die durch Berichterstattung der ARD transportierten Vorwürfe umfänglich zurück.
Am Freitag äußerte Athleten Deutschland bereits Bedenken, da ein unfaires Verfahren gegen Petzold zu befürchten sei. "Athletinnen und Athleten müssen ohne Angst vor Repressalien die Möglichkeit haben, Kritik an ihrem Verband zu äußern, insbesondere wenn interne Beschwerdewege dysfunktional oder mit Interessenskonflikten behaftet sind", schrieb die unabhängige Sportler-Vertretung: "Sollte die Kritik dennoch Anlass für ein Disziplinarverfahren sein, muss sichergestellt werden, dass ein solches Verfahren fair und unabhängig gestaltet wird. In der Disziplinarkommission der DESG, die über mögliche Sanktionen entscheidet, sitzen jedoch jene Personen, die Gegenstand der Kritik von Fridtjof Petzold sind."













