Vor dem Final Four im Europapokal träumen die Handballerinnen des Thüringer HC von der historischen Titelverteidigung. Sollte beim Finalturnier am Wochenende im französischen Dijon tatsächlich die Wiederholung des Vorjahrescoups gelingen, kündigte THC-Trainer Herbert Müller bei Sport im Osten an, "auf der Busfahrt die Korken knallen zu lassen. Dann ist alles erlaubt. Dann hoffe ich, dass wir den Bus brennen lassen."
So weit denkt beim THC vor dem Halbfinale am Samstag (15 Uhr) gegen die Däninnen von Viborg HK freilich noch keiner. Der dreimalige Champions-League-Sieger aus Midtjylland sei "individuell sehr gut aufgestellt", warnt Müller: "Viborg kommt komplett über die Schnelligkeit. Diese Stärke muss man ihnen nehmen. Über Kompaktheit und über Mannschaftsgeist."
Im zweiten Halbfinale stehen sich Gastgeber JDA Dijon und das ungarische Team von Esztergomi Vitezek gegenüber. Das Endspiel steigt am Sonntag um 18 Uhr. Im vergangenen Jahr siegte der THC im Finale von Graz, eine erfolgreiche Titelverteidigung ist in der Geschichte des Wettbewerbs bislang noch keinem Team gelungen.
Nach dem überraschenden Triumph im Vorjahr hat Müller seine Wunsch-Schlagzeile gegenüber dem MDR schon formuliert: "Sensation: Titelverteidiger THC macht etwas möglich, was bisher noch keiner geschafft hat. Das wäre ein Traum." Die zweitägige Anreise nach Frankreich legt der THC mit dem Bus zurück. Im Final Four sieht Müller eine "große Belohnung für eine lange Saison". Zuletzt hatten die Erfurterinnen ihr Halbfinale um die deutsche Meisterschaft gegen die HSG Blomberg-Lippe verloren.










