Meister Bayern München hat sich in der Basketball Bundesliga einen weiteren Ausrutscher geleistet. Nach einem stressigen EuroLeague-Doppelspieltag verlor der Tabellenführer vor 12.570 Zuschauern bei den Veolia Towers Hamburg 81:96 (42:48). Für die Mannschaft von Trainer Svetislav Pesic war es im 24. Ligaspiel erst die vierte Niederlage, gleichzeitig aber auch die fünfte Pleite aus den letzten sechs Pflichtspielen.
"Die Towers hatten mehr Energie", sagte Welt- und Europameister Justus Hollatz, der von 2018 bis 2022 für das Team aus seiner Heimatstadt Hamburg gespielt hatte. Der Gegner habe "zu viele einfache Körbe" machen können, "sie waren das aggressivere Team. Mit den 12.000 Zuschauern hier ist es schwer, das nochmal zu drehen."
Verfolger Alba Berlin nutzte den Patzer und verkürzte den Rückstand in der Tabelle durch ein 94:73 (46:38) bei Schlusslicht Löwen Braunschweig. Die Bayern stehen (nach 24 Spielen) bei 40:8, Alba (26 Spiele) bei 38:14 Punkten. Zum direkten Duell kommt es am 1. Mai.
Für Braunschweig (10:40) wird die Lage immer prekärer, da der Tabellenvorletzte siegte. Die MLP Academics Heidelberg (jetzt 14:38) schlugen Vizemeister ratiopharm Ulm überraschend mit 93:90 (43:47). Zuvor hatte bereits der 16. Syntainics MBC (20:32) einen Sieg über Rasta Vechta (90:82) eingefahren.
Die Bayern hatten am Dienstag und Donnerstag in der EuroLeague antreten müssen, die Strapazen waren in Hamburg nicht zu übersehen. Die Towers zogen schon vor der Pause auf bis zu elf Punkte davon. Zwar kamen die Bayern immer wieder heran, zum Ausgleich oder gar einer Führung reichte es aber nicht.
Bester Towers-Werfer war LJ Thorpe mit 24 Punkten, bei den Münchnern kam Welt- und Europameister Andreas Obst auf 22 Zähler. Für die Hamburger war der Sieg ein wichtiger Erfolg im Kampf gegen den Abstieg. Nach dem schwachen Saisonstart mit acht Niederlagen in Folge dürfen die Towers (10:15 Siege) sogar noch auf die Playins hoffen.
Wie schon im Vorjahr machte sich für die Towers gegen die Bayern der Umzug in die größere Barclays Arena bezahlt, auch damals war Hamburg eine Überraschung gelungen.










