FIS-Präsident Johan Eliasch wurde wiedergewählt
Quelle: SID
26.05.2022 18:14 Uhr
zur Diashow

Umstrittener FIS-Präsident mit schlechtem Ergebnis wiedergewählt

Mailand (SID) - Der umstrittene Präsident Johan Eliasch ist beim Kongress des Internationalen Ski-Verbandes (FIS) für vier weitere Jahre in seinem Amt bestätigt worden. Der 60 Jahre alte schwedisch-britische Geschäftsmann, milliardenschwerer Eigentümer des Ski-Herstellers Head, erhielt bei der Wahl in Mailand 70 Ja-Stimmen - ein miserables, aber auch nicht unerwartetes Ergebnis.

Nach der bislang einjährigen Amtszeit von Eliasch ist die FIS tief gespalten. Der Weltverband umfasst 137 nationale Verbände, 126 davon waren stimmberechtigt - 56 drückten nun ihre Ablehnung durch Enthaltung aus. Die Delegation des Deutschen Skiverbandes (DSV) etwa verließ mit einigen anderen vor der Abstimmung aus Protest gegen Eliasch sogar den Sitzungssaal. Es gab keinen Gegenkandidaten.

"Eine Wahl, bei der die Delegierten nur eine einzige Option hatten, um eine gültige Stimme abzugeben, nämlich mit Ja zu stimmen, deckt sich nicht mit unserem Rechtsverständnis und ist schlichtweg eine Farce", sagte DSV-Vorstandsmitglied Stefan Schwarzbach der Sportschau: "Wie im Vorfeld angekündigt, lassen wir nun den gesamten Ablauf prüfen, und behalten uns rechtliche Schritte vor."

Eliasch will die FIS reformieren, sein Vorgehen dabei hat heftige Kritik ausgelöst. Unter anderem strebt er eine Zentralvermarktung an. Allerdings liegen die Rechte für Weltcup-Wettbewerbe in der Regel bei den nationalen Verbänden, die sie zum Teil an Makler abtreten, um sichere Einnahmen zu generieren. Der DSV etwa hat seine TV-Rechte an die Agentur Infront weitergegeben.

Die offensichtlichen Zerwürfnisse scheinen Eliasch aber nicht weiter zu beeindrucken - auch wenn er ansatzweise darauf einging. "Wandel ist nie einfach", sagte er nach seiner Wiederwahl, betonte aber auch: "Wir dürfen alle unsere Meinung haben, aber wir müssen gemeinsam stark sein, um das nächste Level zu erreichen." Für Eliasch votierten vor allem kleine Nationalverbände, die sich durch seine Reformpläne mehr Geld erhoffen.

Bei der Wahl der 18 Mitglieder des FIS-Councils brachte Eliasch einige Vertreter kleiner Nationen auch dank einer neuen Quotenregelung durch, erhielt allerdings auch einen ersten Dämpfer. Der ihm wohlgesonnene Amerikaner Dexter Paine wurde nicht mehr gewählt. Nach wie vor vertreten in dem Gremium ist dafür DSV-Präsident Franz Steinle. Der Jurist und Eliasch-Kritiker erhielt 93 Stimmen.

München (SID) - Die besten Skirennläufer der Welt sind in ihrer Vorbereitung auf die kommende WM-Saison vom anhaltenden Klimawandel eingeholt worden. Weil ab dem kommenden Freitag der...
Köln (SID) - Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hat die Verantwortung für seine großen Winter-Sportarten an die entsprechenden Fachverbände aus dem olympischen Sport übertragen. Wie der...
Mailand (SID) - Der umstrittene Präsident Johan Eliasch ist beim Kongress des Internationalen Ski-Verbandes (FIS) für vier weitere Jahre in seinem Amt bestätigt worden. Der 60 Jahre alte...
München (SID) - Die Niederlage war krachend, und sie ließ die Wahlkämpfer für alpine Ski-Weltmeisterschaften 2027 in Garmisch-Partenkirchen frustriert und ratlos zurück. "Unsere Enttäuschung lässt...
Köln (SID) - Die alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2027 finden in Crans-Montana statt, Mitbewerber Garmisch-Partenkirchen ging leer aus. Wie der Internationale Ski-Verband FIS bei seinem Kongress in...
Köln (SID) - Die alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2027 finden in Crans-Montana statt, Mitbewerber Garmisch-Partenkirchen ging leer aus. Wie der Internationale Ski-Verband FIS bei seinem Kongress in...
München (SID) - Garmisch-Partenkirchen - oder einer der drei Mitbewerber? Am Mittwoch kurz nach 19.00 Uhr soll feststehen, wer die alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2027 ausrichten wird. Die...
München (SID) - Die alpinen Ski-Rennläufer werden im kommenden Winter wohl doch auf der Kandahar in Garmisch-Partenkirchen an den Start gehen. Der überholte Weltcup-Kalender sieht nach Informationen...
München (SID) - Markus Wasmeier reibt sich verwundert die Augen. "Die Katja wird doch nicht 50", sagt der Doppel-Olympiasieger über Katja Weber, geborene Seizinger, und lacht: "Die ist doch...
Köln (SID) - Die frühere Box-Weltmeisterin Regina Halmich, die Hochsprung-Ikone Heike Henkel und der einstige Gewichtheber Matthias Steiner sind in die Hall of Fame des deutschen Sports gewählt...