Erik Lesser übt Kritik am IOC
Quelle: SID
20.01.2022 10:07 Uhr
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Lesser: "Müssen jetzt das ausbaden, was das IOC nicht hinbekommen hat"

München (SID) - Biathlet Erik Lesser hat einmal mehr das Internationale Olympische Komitee (IOC) und dessen Präsidenten Thomas Bach für die Vergabe der Olympischen Winterspiele nach Peking kritisiert. "Wir Sportler müssen jetzt das ausbaden, was das IOC nicht hinbekommen hat. Wir stehen jetzt da und müssen uns rechtfertigen für Olympische Spiele in einem Land, in dem Menschenrechte verletzt werden. Wir müssen also auch kritischere Töne von uns geben – was Thomas Bach als IOC-Präsident nicht schafft", sagte Lesser dem Münchner Merkur.

Zu Olympia in China (4. bis 20. Februar) reise er mit "gemischten Gefühlen", betonte der 33-Jährige: "Da ist zum einen die politische Situation in China. Wir Sportler werden vor den Spielen immer wieder darauf angesprochen. Und da gebe ich schon zu bedenken, dass wir Stellung nehmen müssen zu Dingen, die das IOC schon vor Jahren hätte klären müssen."

Zudem mache es die Corona-Situation "auch nicht einfacher, Vorfreude zu entwickeln. Man hat sich zwar qualifiziert und die Olympia-Kleidung abgeholt, aber jetzt kommen die wichtigen Tage, in denen wir uns nicht anstecken dürfen und die zwischenmenschlichen Kontakte noch einmal auf den Prüfstand stellen, damit wir gesund und Corona-negativ bleiben", sagte Lesser.

Da es für ihn "sicher die letzten Spiele sein werden", so Lesser, "gibt mir das auch die Extraportion an Motivation, mich in Sachen Corona hundertprozentig diszipliniert zu verhalten. Ich sage mir jetzt: Das alles mache ich nur noch ein einziges Mal – und dann habe ich es geschafft."

Doch trotz aller Vorbehalte und Kritik: "Es sind Olympische Spiele. Und wenn der Startschuss fällt, verspürt jeder Sportler den Drang, um die Medaillen zu kämpfen", sagte Lesser. Das Ziel der deutschen Biathleten sei "in jedem Fall eine Staffel-Medaille. Das wird ein hartes Stück Arbeit. Aber wir haben im Weltcup bewiesen, dass wir das Zeug dafür haben."

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